4 Funkeninduktoren aus meiner Sammlung, in allen Grössen
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Der
Funkeninduktor dient zur Erzeugung hoher elektrischer Spannungen
Der Funkeninduktor besteht aus einem Primär- und einem Sekundärkreis. Im Primärkreis befindet sich eine Primärspule und ein Unterbrecherkontakt (Wagnescher Hammer), der den Gleichstrom aus der el. Quelle immer wieder unterbricht. Der Sekundärkreis setzt sich aus einer Sekundärspule und einer Entladungsvorrichtung, bestehend aus einer Spitze und einer Platte, zusammen. Die Sekundärspule ist mit mehr Windungen als die Primärspule versehen und ist um die Primärspule herumgewickelt.

Prinzipielle Schaltung eines Funkeninduktors mit Spannungs-Zeitdiagramm.
Die
Wirkungsweise des Funkeninduktors basiert auf dem physikalischen Grundprinzip
der Induktion, das 1831 von dem englischen Physiker Michael Faraday entdeckt
wurde. Der Unterbrecher sorgt dafür, das sich um die Primärspule immer wieder
ein Magnetfeld aufbaut und kurz darauf wieder zusammenbricht. Das veränderliche
Magnetfeld induziert aber in der Sekundärspule eine Spannung. Bedingt durch die
höhere Anzahl von Windungen der Sekundärspule, ist die Spannung, die in den
Sekundärkreis induziert wird, höher als die Spannung im Primärkreis.
Das
Verhältnis der Spannung im Sekundär- und im Primärkreis ist gleich dem Verhältnis
aus der Anzahl der Windungen der Sekundär- und der Primärspule:
Die
in den Funkeninduktor induzierte Spannung ist
so hoch, so dass sie sich
an der Entladungsvorrichtung entlädt und sich der Sekundärkreis schließt.
Heinrich Daniel
Rühmkorff
Heinrich Daniel Rühmkorff (Geboren 15. Januar 1803 in Hannover; 20. oder 21. Dezember 1877 in
Paris gestorben) war Mechaniker und Forscher auf dem Gebiet der Elektrotechnik.
Rühmkorff verbrachte seine Lehrjahre in Hannover, arbeitete in Paris und London und ließ sich 1839 in ersterer Stadt nieder. 1844 stellte er zuerst einen thermo-elektrischen Apparat mit wesentlichen Verbesserungen auf, 1849 folgte dann ein sehr sinnreicher Apparat, um die magnetische Drehung der Polarisationsebene zu zeigen.
Sein allgemein bekannter Induktionsapparat erschien zuerst auf einer internationalen Industrieausstellung in Paris 1855. Über einen derartigen Induktionsapparat, auch Funkeninduktor genannt, erzeugt
Rühmkorff aus einer Gleichspannung von 15 Volt eine pulsierende Spannung von ca. 100000 Volt. 1864 wurde er dafür von Napoleon III. mit einem Wissenschaftspreis (50.000
Franc) für Elektrotechnik ausgezeichnet. 1867 erreicht er mit 6 Bunsenelementen kräftig knallende Funken von 40 cm Länge, die ungeheures Aufsehen erregen.
Funkeninduktoren finden Verwendung als Spannungserzeuger in der Apparatur von Wilhelm Conrad Röntgen,
den Geisslerröhren, den Röhren nach Crookes, Goldstein, Greinacher, De la Rive, bei Guglielmo Marconis
Funkanlagen u.s.w.