Umwegröhre nach Hittorf
Modell der Firma NEVA in Geislingen. Es handelt sich um die Röhre mit der NEVA-Nummer 106. Die Röhre steht auf einem gedrechselten Holzsockel. Sie wird seit den 50er Jahren nicht mehr produziert.
Zwei kugelförmige Glasgefäße von 50 mm Durchmesser sind durch eine Kapillare miteinander verbunden. In den Kapillaren stehen sich die Elektroden in einem Abstand von 3 mm gegenüber. Der Umweg verbindet die beiden Kugeln in Form eines ca. 50 cm langen zickzackförmigen Nebenschlusses. Der Fülldruck beträgt etwa 0,25 Torr. Durch das Füllgas Neon erscheint die Entladung in einem wunderschönen
orangen Licht!
Mit der Umwegröhre nach Hittorf lässt sich die überraschende Erscheinung demonstrieren, dass die elektrische Gasentladung unter bestimmten Bedingungen den kürzeren Weg meidet und einen etwa 200 mal so langen bevorzugt.
Dieser Effekt kommt dadurch zustande, dass eine Mindestlänge vor der Kathode für das negative Glimmlicht und den Faradayschen Dunkelraum notwendig ist. Fehlt diese Länge, ist die Glimmentladung "behindert".
Höhe über alles =
41cm
/ Länge der Röhre bei den Kugeln = 24cm / Durchmesser der
Kugeln = 4.5cm

Hittorf erforschte auch das Verhalten des Elektronenstrahles in diversen Vakuum.
Eigentlich sollte diese Röhre nicht evakuiert sein.
Das Original ist unten, da wo diese Röhre im Sockel steht offen.
Man schliesst diese Röhre an eine Vakuumpumpe an und sieht, dass bei niedrigem
Vakuum der Überschlag an
den beiden oben eingebauten Elektroden stattfindet.
Bei einem hohen Vakuum aber nehmen die Elektronen den Umweg über den Langen
Weg.
Und genau bei diesem Vakuum ist diese Röhre geschlossen worden und zeigt den
Umweg über die lange Strecke !!

In der Mitte Berühren sich die
beiden Elektroden beinahe.




Und in der Mitte geschieht nichts


Hier
Informationen über Hittorf
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