Die Geissler - Schnellseherröhre

Diese spezielle Geisslerröhre wurde 1887 im Schnellseher (Tachyscope von Ottmar Anschütz) als Beleuchtungsquelle eingebaut.
Der Schnellseher war einer der ersten Cinematografen mit dem bewegte Bilder gezeigt werden konnten.


Höhe der Röhre = 8.5cm  /  Durchmesser der Schnecke = 10cm


Ottmar Anschütz
Lissa 6.5.1846 - Friedenau 10.5.1907

O. Anschütz ist Fotograf, Erfinder und Pionier der Kinematographie. Er begründete seinen Ruf mit Studien von Tieren und Menschen in Bewegung. Weltbekannt wurde A. durch den Schnellseher. Dieser brachte den Bildern "das Laufen" bei. Als er seine "bewegten Photographien" zudem überlebensgroß auf einer Leinwand zeigte, kannte das Erstauen keine Grenzen mehr. mit der internationalen Vermarktung des Schnellsehers begann die Industrialisierung des Sehens.

O. Anschütz' Schnellseher - eine Art Wundertrommel, auch Tachyscope genannt, mit der die Betrachter vorbeiziehende Phasenbilder als geschlossene Bewegung erleben - liefen zwischen 1887 und 1893 erfolgreich in Europa und USA. Siemens & Halske baute von 1890 - 1893 in Serie eine elektrische Version des Schnellsehers und 1894 bot Ottmar Anschütz seine lebenden Bilder auch in Projektion an.

1887: Tachyscope von Ottmar Anschütz. Die auf einer Kreisscheibe montierten Glasbilder werden mit einer Handkurbel bewegt. Ein Kontakt (oben) löst einen Blitz aus einer Geisslerröhre aus wenn das Bild in Projektionsstellung ist.


Die beiden Anschlusselektroden sind sehr gross gebaut, damit auch ein ordentlicher Strom fliessen kann, ohne dass zuviel Wärme entsteht.


Sehr intensiv leuchtet diese Röhre.


Die Röhre ist mit einer Restatmosphäre Heliumgas gefüllt.


Zum Vergleich habe ich eine Helium Spektralröhre dazugeschaltet.